Es lebe die Technik!

In den vergangenen Tagen hat der Kopierer Probleme gemacht. Mal wieder. Immer genau dann, wenn man ihn am nötigsten braucht, streikt er. [Gibt es eigentlich einen Zeitpunkt, an dem dies nicht so ist?] Dabei ist es schon erstaunlich, wie technische Geräte uns zu ungeahnten Gefühlsausbrüchen verleiten können: Wut, Ärger und Enttäuschung treten plötzlich hemmunglos an die Gemütsoberfläche. Und diese Empfindungen müssen nicht zwangsweise ausschließlich durch das Versagen der Technik hervorgerufen werden. Manchmal ist es ja auch nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Und es tut gut, wenn man wenigstens ein “Opfer” hat, bei dem man mal ordentlich Dampf ablassen kann, ohne dass es jemanden weh tut.

Jedenfalls habe ich mich dabei ertappt, wie ich diesem Gerät ein Seelenleben eingehaucht habe, indem ich es verdächtigt habe, dass es genau weiss, wie wichtig wir es gerade jetzt brauchen und dass es absichtlich kaputt gegangen ist. Ein anderes Mal habe ich ihn in Schutz genommen, weil alle auf ihm rumgehackt haben. Und außerdem bin ich davon überzeugt, dass jeder Kopierer regelmäßige Streicheleinheiten braucht. Seitdem ich ihn nämlich gekrault habe, schnurrt er wieder wie ein Kätzchen und läuft einwandfrei. Aber vermutlich liegt es auch nur daran, dass der Techniker da war und ihn wieder repariert hat.

Copy Cat von sxc.hu

Kommentar schreiben