Abschied nehmen
Manchmal muss man von lieben Menschen Abschied nehmen. Manchmal ist es für eine bestimmte Zeit. Manchmal ist es für immer.
Wenn ich an meine Oma denke, überschlagen sich meine Gedanken. Da ist die Erinnerung an das alte Haus, das mit der Zeit für eine Person viel zu groß geworden ist. Der Geruch der einzelnen Zimmer kommen mir wieder in den Sinn. Und die Lebensmittelkammer, in der immer viel zu viele leckere Sachen standen. Das konnte sie alleine eigentlich gar nicht alles essen, aber sie war es nunmal gewohnt, für eine Familie zu sorgen. Und für uns Kinder hatte sie immer etwas Süßes und jede Menge Zeit übrig.
Doch jetzt ist sie nicht mehr da. Abschied nehmen tut weh. Aber es tut gut zu wissen, dass ich sie wiedersehen werde. Und es ist tröstlich, den tiefen Frieden Gottes in sich zu spüren, der meiner Trauer einen Sinn gibt.
„Erschreckt nicht, habt keine Angst! Vertraut Gott und vertraut auch mir! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich geh jetzt, um dort einen Platz für euch bereitzumachen.“
Johannes 14,1-2a
