Lebensweisheiten von Freddy, dem Esel
Wer kennt sie nicht diese netten Kindheitserinnerungen. Völlig unvorhergesehen blitzen sie als Gedankenfetzen in unserem Gehirn auf und wir sind in ein anderes Zeitalter versetzt. Damals fiel man noch in das Elf-Uhrloch, wenn man kein Nutella gegessen hatte.
Und da ist er wieder – dieser süße kleine Esel „Freddy“, mit dem ich stundelang Hörspielabenteuer erlebt habe. Und da ist auch wieder dieses Lied, das mich geprägt hat: „Teilen, teilen, teilen ist das schönste was gibt. Teilen, teilen, teilen, denn wir hamn uns alle lieb. Teilen, teilen, teilen ist das beste was es gibt. Jeder gibt dem andern weil er ihn so gerne mag.“
Wenn ich über mein Leben nachdenke, dann lebe ich wirklich im Überfluss. Ich habe nette Freunde und Bekannte überall auf der Welt, ich habe liebe Eltern, die sich um mich sorgen, ich habe eine Arbeitsstelle, die mir Spass macht, ich habe eine tolle Wohnung, in der ich mich wohl fühle, ich habe ein Auto, das mich noch nie im Stich gelassen hat, ich hab mir schon die ein oder andere Sache gegönnt. Und weil’s mir so gut geht, möchte ich Leute daran teilhaben lassen.
Vielleicht kennst du ja den Film „Das Glücksprinzip“. Ein kleiner Junge hat eine geniale Idee: Er erfüllt für drei Personen eine Aufgabe, die für diese Personen nicht zu schaffen ist. Als Gegenleistung sollen diese drei Personen diese Aufgabe wieder an drei Personen weitergeben. Und so entsteht das Glücksprinzip zum Weitergeben.
Manchmal ist es einfach dran, über den eigenen Schatten zu springen und anderen mein Auto zu leihen. Oder meine Wohnung jemanden zu überlassen, während ich gerade im Urlaub bin. Oder auch mal jemand finanziell zu unterstützen, der gerade knapp bei Kasse ist. Obwohl ich genau weiß, dass ich dafür nichts zurückbekommen werde. Meistens bekomme ich dann doch etwas zurück, aber ganz anders, als ich’s erwartet habe. Das nennt man dann wohl Segen.
Ja, das ist die Lebensweisheit, die ich von Freddy dem Esel gelernt habe: „Teilen, teilen, teilen ist das schönste was gibt. Teilen, teilen, teilen, denn wir hamn uns alle lieb. Teilen, teilen, teilen ist das beste was es gibt. Jeder gibt dem andern weil er ihn so gerne mag.“
„Ein jeder gebe, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ 2. Korinther 9,7